Japan :: Fukuoka

Von Miyajima aus ging es zunächst zurück nach Hiroshima. Bei unserem neuen Lieblings-Bäcker gab es Frühstück. Gegen 12 Uhr stiegen wir in den Zug nach Fukuoka (福岡市 ) und kamen nach knapp 2 Stunden Fahrt am Hakata-Bahnhof an. Da früher (bis 1889) an dieser Stelle zwei Städte existierten -Fukuoka und Hakata- ist der Bahnhof unter dem Namen Hakata bekannt, während der Flughafen Fukuoka heißt.

Mit 1,4 Mio Einwohnern ist Fukuoka mal wieder eine Großstadt, auf deren Annehmlichkeiten wir uns freuten. Neben Tokyo bewarb sich auch Fukuoka für die Olympischen Sommerspiele 2016, Tokyo entschied aber die landesinterne Abstimmung für sich. Trotzdem ist Fukuoka durch seine Nähe zu Seoul und Shanghai eine kosmopolitische und internationale Stadt. Allerdings haben wir für uns weniger ‚europäische‘ Gesichter bermerkt als in den bisherigen Großstädten. Inzwischen haben wir auch unsere Hotelsuche verfeinert, Björn lädt nun immer die Beschreibungen bzw. -wenn vorhanden- die Wegkarte des Hotels/Ryokans auf sein Handy. In Fukuoka funktionierte das gut und nach 15 Minuten Fußweg hatten wir unseren Ryokan erreicht. Da wir zu früh waren, gaben wir unser Gepäck ab und machten uns gleich auf den Weg zur ersten Attraktion Canal City (キャナルシティ). Diese Gebäude, angelegt um einen künstlich geschaffenen Kanal, bilden einen Unterhaltungs- und Einkaufskomplex. Nach dessen Erkundung setzten wir uns kurz in die Sonne und machten eine Pause. Da noch genügend Zeit war, erkundeten wir das Stadtviertel Tenjin, das wirtschaftliche Zentrum Fukuokas. In Fukuoka gibt es weniger Traditionelles zu besichtigen, eher moderne Architektur. In diesem Sinne wird das Stadtbild von Hochhäusern, Shoppingmeilen, Hotels und einigen wenigen Schreinen geprägt. Abendessen gab es auf Empfehlung des Lonely Planet im IMS-Building. Genauer im 13. Stock bei No No Budo in Form eines all-you-can-eat-buffets (Â¥2200pP) mit frischen Salaten, Gemüse, Spaghetti in verschiedenen Saucen, Fisch, Fleisch, Suppen und natürlich leckere kleine Desserts. Danach rollten wir Richtung Ryokan zurück und schlossen bald die Augen.

Der nächste Morgen begann früh. Aber nicht, weil der Wecker klingelte, sondern viele Füße die Treppen und Stockwerke über und unter uns benutzten. Unser Ryokan scheint eine beliebte Ãœbernachtungsmöglichkeit für Geschäftsleute, Büroangestellte, Schulklassen und Familien zu sein. Dementsprechend ließen wir uns Zeit, bis das Gemeinschaftsbad halbwegs frei war. Bis jetzt haben wir auch nur eine Toilette entdecken können. Dafür gibt es aber einen schönen Garten im Innenhof und das Zimmer ist ausreichend groß. Frühstück gab es bei Internet in der Lobby (Gebäck von gestern plus kostenlos Kaffee/Tee). Danach schwangen wir uns auf. durch die Straßen von Fukuoka zu ziehen. Zuerst ging es wieder Richtung Tenjin. Danach durch den Maizuru Park mit den Ruinen des Schlosses Fukuoka. Der Maizuru Park geht nahtlos über in den Ohori Park (大濠公園), welcher mit einem schönen See aufwartet, durch den ein Pfad verläuft. Am Ufer konnte man wieder dicke Koi’s sehen, länger als ein Arm und bestimmt auch ziemlich schwer. Die Möven hatten jedenfalls Respekt, genauso wie die Enten und wir. Wir liefen weiter Richtung Nordwesten zum Fukuoka Yahoo! Japan Dome, die Heimat der SoftBank Hawks, ein professionelles Baseball Team. Wir haben sowieso schon bemerkt, dass in Japan Baseball ein populärer Sport ist. Allenortens findet man Baseball-Plätze in Parks und sieht Baseball im Fernsehen. Bei Gewinn der japanischen Baseball-Mannschaft der World Baseball Classic (einziges Länderturnier mit Beteiligung der Major-League-Profi) war hier eine Stimmung wie zur Fußball-EM 2008 in Deutschland. Auf dem Rückweg liefen wir noch einmal durch den Ohori Park und diesmal südlich am Gokoku Schrein vorbei. Nach einem Kaffee bei SB und Abendessen-Einkauf gingen wir zurück zum Ryokan und taten dasselbe, wie jedes Mal, bevor ein neuer Eintrag erscheint.

An dieser Stelle wollen wir euch auch in die neuen Reisepläne einweihen. Da in Kurokawa-Onsen keine bezahlbare, freie Unterkunft mehr zu finden war, werden wir diese Station auslassen und durch einen Besuch der Stadt Nagasaki ersetzen. Danach geht es wie geplant weiter nach Beppu, Kur- und Badeort, genauso wie Kinosaki-Onsen (in der Liste als Toyooka aufgeführt). Von dort aus werden wir nicht nach Matsumoto weiterreisen, sondern für drei Nächte zurück nach Tokyo fahren. Von Tokyo aus werden wir Ausflüge nach Matsumoto, Nagano und zum Fuji unternehmen. Die folgende Station -Morioka- wird unser nördlichstes Ziel darstellen, bevor wir auf Matsushima und in Sendai die letzten Nächte verbringen werden. Ab sofort wird dann auf der Startseite auch nur die aktualisierte Reiseroute angezeigt.

Morgen geht es also weiter nach Nagasaki, der zweiten japanischen Stadt, die von einer Atombombe getroffen wurde. Da unsere Zeit dort knapp bemessen sein wird, hoffen wir, alles Wichtige anschauen zu können.

Ryokan Fukuoka:

  • Ryokan Kashima Honkan
  • Doppelzimmer im japanischen Stil Â¥8400 pro Nacht
  • 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Hakata entfernt, zentrumsnah, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar
  • Gemeinschaftsbad & -toilette, kostenlos Tee und Kaffee in der Lobby
  • inklusive Handtücher, Yukata, Zahnbürste, Teeset
  • zwei Computer in der Lobby (kostenlos Internet, Drucker Â¥10 pro Seite), W-LAN in der Lobby
  • Frühstück und Abendessen möglich (nur japanisch)
  • englisch-sprechendes Personal





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