Island :: Vik

Für die nächsten zwei Nächte schlugen wir unser Lager in der Norður-Vík Jugendherberge auf. In einem älteren Haus auf einem Hügel oberhalb des Dorfes gelegen, kann man sie eigentlich nicht verfehlen. Der Eingang ist gleichzeitig eine gemütliche Lobby mit großen Fenstern. Die Zimmer sind auf drei Etagen verteilt und zweckdienlich eingerichtet.

Als wir nach der, relativ ereignislosen, Fahrt von Skaftafell nach Vík eintrafen, hing im Dorfkessel eine Aschewolke. Auf der Fahrt hierher haben wir uns der Aschesäule des Eyjafjallajökull bis auf ca. 50km angenähert und konnten sie aus der Ferne schon ordentlich bewundern.Drumherum war der Himmel blau, die Sonne schien und wir fuhren auf diese graue Wand zu… Der Wind wehte an diesem Tag kleine schwarze Partikelchen überall hin. Sobald man die Autotür öffnete, war schon genug hinein gelangt. Auf der Kleidung hafteten die schwarzen Pünktchen hartnäckig. Den restlichen Tag verbrachten wir drinnen, mit dem Schreiben, Bearbeiten und was dazu gehört.

Am nächsten Morgen war das Wetter schon sehr viel besser. Die Sonne schien und die Asche war fast verschwunden. Nach dem Frühstück fuhren wir zum ca. 10km entfernten schwarzen Sandstrand von Dyrhólaey, einer Halbinsel im Atlantik. Da der Lonely Planet teilweise etwas verschwenderisch mit Superlativen zur Beschreibung der verschiedenen ‚Sehenswürdigkeiten‘ umgeht, war die Erwartung etwas verhalten. Für Dyrhólaey jedoch wurde fast untertrieben. Vielleicht lag es auch am frischen Wind, dass das Meer besonders hart gegen die schwarzen Felsen getrieben wurde, aber der Anblick war faszinierend. Man steht oben auf den Klippen und kann einfach nur zuschauen. Der Blick auf das Felsentor, für das Dyrhólaey eigentlich berühmt ist, wird da fast zur Nebensache.

Nach einem kurzen Mittagsstopp fuhren wir einen Fahrweg mit gefühlten 20% Steigung nach oben, um einen Blick nach unten zu werfen. Leider war der ‚Gipfel‘ des Reynisfjall in den Wolken und es war stürmisch. Mit Aussicht war also nicht viel und wir fuhren langsam abwärts und weiter Richtung Reynisfjara. Ein weiterer schwarzer Sandstrand mit immer größeren Wellen. Björn testete die Wassertemperatur, als er einer Welle nicht schnell genug ausweichen konnte. Danach mussten wir zurück ins Hostel, Sachen wechseln. Wir liefen noch eine Runde durchs Dorf, kehrten aber ziemlich schnell zurück, da der Ascheanteil in der Luft exponentiell anstieg. Am Abend fiel eine 24-köpfige Reisegruppe ins Hostel ein und wir sind gespannt, was der Abend noch bringt. :)

Unterkunft Vík:

  • Jugendherberge Norður-Vík
  • Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad 7100ISK/Nacht (für Mitglieder)
  • Gemeinschaftsküche, -raum, -bad
  • Frühstück 1000ISK/Person
  • Internet, W-LAN




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