Island :: Selfoss

Am Morgen ging es ab halb Sieben rund im Hostel. Alle wollten sich fertig machen, um zum Frühstück um Acht zu erscheinen. Viel beeindruckender war aber der Blick aus dem Fenster. Gestern wurde es schon mit fortschreitender Stunde immer dunkler am Himmel und man konnte schon ohne Staubschutzmaske nicht mehr das Haus verlassen.

Nun erwartete uns eine zentimeterdicke Schicht Asche auf dem Auto, auf dem Boden, überall. Wenn Autos draußen auf der Straße vorbei fuhren, wirbelte jedes von ihnen eine ordentliche Staubwolke auf. Für Vík gab es an diesem Tag schulfrei und die Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben.Das war unser direktester Kontakt mit den Auswirkungen des Ausbruchs von Eyjafjallajökull. An der Tankstelle gabs eine Katzenwäsche fürs Auto und dann konnten wir nicht an drei Polinnen vorbei fahren, die an der Straße standen und den Daumen raushielten. Also packten wir flott unser Auto um und die drei Mädels quetschten sich mit ihren Rucksäcken auf die Rückbank. Am Skógafoss war unsere einzige Haltestation auf der Strecke nach Selfoss. Neben dem Wasserfall stiegen wir unzählige Stufen nach oben. Belohnt wurden wir mit einem Blick bis zum Meer, außerdem auf den Eyjafjallajökull und wir hörten ihn rumoren, donnern und rumpeln. In Selfoss ließen wir die drei Polinnen von Bord und buchten unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte.

Am Nachmittag fuhren wir noch ins 12km entfernte Hveragerði. Dort wanderten wir den Weg durch das Reykjadalur, an einem warmen Bach entlang, in dem man auch Baden kann. Leider hatte das geothermische Freibad noch geschlossen und so fuhren wir nach einer Runde durchs Dorf wieder nach Selfoss. Dort besuchten wir dann das örtliche Thermalbad, welches auch einen Außenbereich aufwies. Im warmen Hot Pot (38-40°C) sitzen und die Sonne genießen für umgerechnet  2,30€ (390ISK p.P.) ist schon entspannend.

Auf den restlichen verbleibenden Kilometern zurück nach Reykjavik besuchten wir noch die Lavahöhle Raufarhólshellir. Im Inneren der 1km langen Höhle findet man mehrere schöne Lavasäulen. Die letzten Tage verbringen wir wieder in der nördlichsten Hauptstadt Europas und hoffen, dass uns die Aschewolke eine pünktliche Rückkehr nach Deutschland gewährt.

Unterkunft Selfoss:

  • Gesthús
  • Campingplatz, Wohnmobilstellplatz und Hütten in einem
  • mitten in Selfoss gelegen, alles zu Fuß erreichbar
  • Hütte für 2 Personen 8000ISK/Nacht
  • W-LAN in der Nähe des Hauptgebäudes
  • Waschmaschinen, 2 Hot Pots (im Sommer)




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