Island :: Akureyri

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker mal wieder um Sieben. Abends hatten wir noch alles gepackt, um früh starten zu können. Auf der Ringstraße 1 ging es zügig Richtung Akureyri.

Kurz bevor wir dies erreichten, bogen wir Richtung Norden auf die 82 Richtung Dalvík ab. Von dort aus wollten wir mit der Fähre nach Grímsey fahren und den Polarkreis überschreiten. Da die Fähre nur montags, mittwochs und freitags verkehrt und wir nicht bis Montag in Akureyri bleiben wollten (es gibt noch soviel zu sehen), blieb uns nur die Fähre am Freitag.20 vor Neun standen wir auf der Matte, kauften Tickets (6480 ISK/Person für Hin- und Rückfahrt) und bestiegen das Boot, welches gleichzeitig auch Sachen des täglichen Bedarfs nach Grímsey schafft. Außer uns war nur ein weiteres, amerikanisches Pärchen an Bord. Die Fahrt Richtung Grímsey war etwas unruhig und der Horizont wollte fest im Blick gehalten werden. Bereitgelegte Tüten brauchten wir allerdings nicht. Das Wetter wurde zusehends besser; sonnig, aber immer noch windig. Auf Grímsey hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Eine nette Frau fuhr uns zum Polarkreis, da sie meinte, die Zeit wäre etwas zu kurz, um hin zu wandern. Nach dem obligatorischen Beweisfoto liefen wir an den Klippen zurück zum Hafen. Unterwegs versuchten wir uns im scheue-Papageientaucher-fotografieren. Es gelang mehr schlecht als recht. Die Rückfahrt nach Dalvík war sehr an genehm und die Sonne wurde stärker. Wir wurden mit tollen Ausblicken auf die isländische Küste belohnt und sahen auch die Westfjorde, wo wir vor wenigen Tagen noch lang gefahren sind.

Nach 3 Stunden Fahrt hin, 1 Stunde Aufenthalt und 3 Stunden Rückfahrt knurrte uns ordentlich der Magen. In Akureyri versuchten wir unser Glück in der Jugendherberge, deren Rezeption aber nicht besetzt war und auch keiner auf unsere Anfrage per Mail reagiert hatte. Auf Grund dessen fuhren wir weiter zum AkurInn, in dem wir ein Zimmer für die nächsten zwei Nächte bekamen. Wir gönnten uns ein Sandwich bei Subway und kehrten zurück ins Hostel. Vorher holten wir uns noch ein Eis bei „Islands legendärem Süßwarengeschäft“ (Lonely Planet) Brynja. Die Süßwaren haben wir nicht getestet, aber das Eis war in Ordnung. Den Abend verbrachten wir im Gespräch mit dem amerikanischen Pärchen von der Fähre, die rein zufällig auch hier übernachteten, außerdem mit dem üblichen Artikel schreiben und Bilder bearbeiten.

Akureyri ist mit etwa 17.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Islands und gut per Fuß zu erkunden. Das Wetter war sonnig, wie es sich für den Tag der Arbeit gehört. Leider ist auch in Island der 1. Mai ein Feiertag und es gelten eingeschränkte Öffnungszeiten, wenn die Geschäfte überhaupt öffnen. Und so war es schwierig, am Morgen ein Frühstück zu bekommen. Die Buchladenkette Eymundsson öffnete um Zehn und so bekamen wir einen Kaffee und kostenlos Zeitschriften. Bis zum Mittag schlenderten wir durch Akureyris Innenstadt, am Hafen entlang und zur Kirche. Nach dem Mittag im Bautinn stoppten wir kurz am Hostel, um Langlauf-Kleidung zu holen. Hier in Akureyri ist die Skisaison noch nicht beendet. Man kann immer noch Snowboarden, Skifahren und Langlaufen. Im Skigebiet Hlíðarfjall lieh Björn sich Skating-Ski aus und drehte seine Runde. Da Alle frei hatten, war es auf der Skipiste gut gefüllt, aber keinesfalls überfüllt. Die Langlaufstrecke war wenig frequentiert. Inzwischen hatte das Glerárgata-Shopping-Center geöffnet und wir füllten im Netto unsere Vorräte auf. Der Rest des Tages ging wieder für Texte, Bilder und Planung drauf.

Unterkunft Akureyri:

  • AkurInn Gistiheimli
  • Twin Room mit Gemeinschaftsbad 10.000 ISK/Nacht
  • Gemeinschaftsraum, W-LAN, Frühstück zubuchbar
  • kostenlos Tee, Kaffee und Saft
  • 2min Fußweg ins Zentrum






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