USA :: Toronto

Toronto; eine Stadt recycelt. Und das ist nicht das einzige, was an Toronto irgendwie ‚anders‘ ist. Wir haben versucht, ein Wort zu finden, welches diese Stadt äquivalent beschreibt, aber bis jetzt ist uns kein anderes eingefallen. Und wir meinen das durchweg im positiven Sinne!

Aber beginnen wir von vorne. Überschattet wurde der Freitag ja vom Totalausfall eines Laptops und wir sind eben doch technik- und internet-abhängig, wie die meisten von euch wissen. Die Fahrt nach Toronto dauerte knapp zwei Stunden und auch nur deshalb, weil wir in den beginnenden Feierabend-Verkehr gerieten. Nach einer kurzen Suche, denn wir hatten vergessen, dem HansHans zu sagen, dass es bitte die Gerrard Street EAST suchen soll, fanden wir unser Hostel. Um die Kosten etwas zu reduzieren, haben wir uns diesmal eine Jugendherberge (Youth Hostel) gesucht. Diese liegt mitten in Downtown Toronto und kürzer gehen die Wege nun wirklich nicht.

Song Toronto: Final Fantasy – The CN Tower belongs to the Dead (by beemp3.com)
[audio:http://blocksblocksblocks.com/mp3s/final_fantasy/FF-CN%20Tower.mp3|autostart=no]

Zu dem Pech mit dem Laptop kam allerdings noch ein negatives Erlebnis mit den kanadischen Ordnungshütern. In Toronto sollte man sein Auto niemals (!) mit abgelaufenem Parkschein länger als zwei Minuten stehen lassen. Wir waren durch den langen Check-In-Vorgang acht Minuten über der Zeit und mussten prompt 30CAD (kanadische Dollar, ca. 19,50€) löhnen. Dies kann man übrigens hier schon online per Kreditkarte erledigen, was die Sache natürlich nicht besser macht. Der ‚Kostenvorsprung‘ war also dahin. Nach unseren ersten zwei Wochen nahmen wir das erste Mal die Gelegenheit wahr, Wäsche zu waschen. Waschmittel kann man an der Rezeption kaufen (1,25CAD pro Waschgang) und im Waschraum des 22. Stockwerks waschen (1,25CAD pro Waschgang) und auch den Trockner benutzen (0,25CAD für 15 Minuten). Da es aber grade immer noch sehr warm ist und wir eine Wäscheleine dabei haben, hingen wir die Wäsche einfach in unserem Zimmer auf.

Danach ging es eine kleine Runde durch die Innenstadt. Auch Toronto hat eine Skyline zu bieten, welche sich aber von der in New York unterscheidet, eben ‚anders‘ ist. In unserem 10qm-Zimmerchen mit 1m-breitem Bett im 18. Stock gingen wir nach einem letzten Blick auf die Skyline bei Nacht schlafen.

Der nächste Morgen begann wieder um halb Sieben mit Aussicht auf das erwachende Toronto. Wir gingen zum Frühstück (continental) und wuschen die zweite Ladung Wäsche. Nach der üblichen morgendlichen Internet-Runde besichtigten wir Toronto. Zuerst durch Downtown Toronto mit Hochhäusern und Einkaufsstraße, dann durch die Old Town (Altstadt). In dieser findet jeden Samstag der Farmers Market statt, auf dem frisches Obst und Gemüse aus der Gegend und andere Erzeugnisse aus Eigenherstellung (Honig, Cookies, Cakes) angeboten werden. Wir gönnten uns frische Aprikosen und Möhren, da diese in den Supermärkten recht teuer sind und wir auch selten in diese einkaufen gehen. Einmal weil sich die Supermärkte meist außerhalb der Innenstadt befinden und zweitens können wir Frisches nicht auf Vorrat einkaufen. Auf die Altstadt folgte das Hafenviertel. Auf dem Weg dahin folgten wir den Menschenmassen, welche sich Richtung Rogers Center bewegten. Im Rogers Center, dem Baseball-Stadion von Toronto fand diesen Samstag das Spiel der Boston Red Sox gegen die Toronto Blue Jays statt. Wir überlegten kurz, uns eine Karte zu kaufen und die Atmosphäre mitzuerleben, entschlossen uns doch wegen des schönen Wetters und unserer begrenzten Zeit dagegen. Das Hafenviertel, unser nächster besuchter Stadtteil, ist am Samstag Mittag belebt und abwechslungsreich. Radfahrer, Skater und Fußgänger trifft man entlang der Hafenpromenade. Viele Boote und Yachten liegen am Ufer des Lake Ontario, Ausflugsschiffe bieten Touren an und Rennboote, Jet Ski oder Kanus können gemietet werden.

  • der Lake Ontario ist der kleinste der fünf großen Seen Nordamerikas
  • durch ihn verläuft die Grenze zwischen Kanada und den USA
  • der Hauptzufluss erfolgt durch die Niagara Fälle aus dem Erie-See
  • sein Wasser wird u.a. zur Trinkwasserversorgung und Kühlung von Bürogebäuden in Toronto genutzt
  • im Lake Ontario sind die Gezeiten bemerkbar

Quelle: Wikipedia

Wir sahen uns den Music Garden an und liefen dann bis zum Harbourfront Center. Durch Toronto’s Entertainment District (Unterhaltungsviertel) vorbei am CN Tower, dem Princess of Whales- und dem Royal Alexandra Theater, der Roy Thomson Hall und dem Grange Park mit der Art Gallery of Ontario liefen wir nördlich bis zum Queen’s Park Circle. Im dortigen ‚Schloss‘ sitzt der Legislative Assembly of Ontario, die gesetzgebende Versammlung der Provinz Ontario. Nach einem kurzen Abstecher in den Stadtteil Bloor Yorkville, welcher uns auf Grund seiner Designer-Shops und flanierender Leute an New York erinnerte, liefen wir zurück zum Hostel. Mit einer kleinen Erholung und Stärkung begaben wir uns ein letztes Mal in der Dämmerung auf Photosafari. Die schönsten Ergebnisse gibt’s unten zu sehen.

Unsere Übernachtungsmöglichkeit:

  • Neill Wycik Summer Hostel Toronto
  • im Preis inbegriffen: Continental Breakfast, Bettwäsche/Handtuch, kostenloses Internet (W-LAN)
  • im Zentrum gelegen, Waschraum, gemeinsame Dusche/Toilette für 4 Zimmer
  • Einzel- und Mehrbett-Zimmer
  • Abends einen Super-360°-Blick vom Dach auf die Skyline (23. Stock)
  • zwei Single-Rooms à 38,25CAD zzgl. lokaler Steuern für zwei Nächte: 146,68CAD
  • Parkhaus im Hostel: 10CAD pro Tag

Mit Toronto konnten wir am Anfang nicht viel verbinden, aber wir würden auf jeden Fall noch einmal wiederkommen und uns auf die Suche nach dem passenden Wort begeben. Morgen geht’s weiter nach Detroit, zurück in die USA.











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